Jenaer ökonomische Kommentare zum Sport

Frauenfußball-WM und das Gehalt der Fußballspielerinnen

Frank Daumann kommentiert die Gehaltsunterschiede im Fußball zwischen Männern und Frauen

Vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 fand in Deutschland die Frauenfußball-Weltmeisterschaft statt. Sie wurde in 200 Ländern übertragen, wobei sie in Deutschland in der ARD, im ZDF und in Eurosport zu sehen war. Insgesamt scheint der Frauenfußball in Deutschland an Attraktivität zu gewinnen, was an diesem gestiegenen Medieninteresse und der mittlerweile recht hohen Mitgliedschaft von Frauen im DFB deutlich wird. So hat der DFB rund eine Million weibliche Mitglieder, von denen fast 700.000 aktiv Fußball spielen. Erkennbar wird diese zunehmende Attraktivität des Frauenfußballs auch daran, daß die im Spielbetrieb teilnehmenden Juniorinnen-Mannschaften von 3.400 Teams im Jahre 2004 auf 6.267 Teams im Jahre 2006 angestiegen sind.

Insgesamt kann somit folgendes diagnostiziert werden: Sowohl die aktive Ausübung von Fußball bei Frauen als auch der passive Konsum von Frauenfußball in Form von Stadionbesuchen und Einschaltquoten bei Übertragungen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Gleichwohl ist dieses Ausmaß, das der aktive und passive Konsum von Frauenfußball genießt, ungleich geringer als dies im Herrenbereich der Fall ist. Gleiches gilt im Übrigen auch für Profisportler in anderen Bereichen. Zumindest in Deutschland können Basketballer, Eishockeyspieler, Handballer oder Radprofis von den Gehältern im Herren-Fußball nur träumen.

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Der neue Glücksspielstaatsvertrag teilt Deutschland

Ist die deutsche Glücksspielpolitik auf dem richtigen Weg?

Prof. Dr. Frank Daumann und Lev Esipovich zum Glückspielstaatsvertrag

 

Nach langen Diskussionen in der Öffentlichkeit auf allen politischen Ebenen unterzeichneten die Ministerpräsidenten von 15 Bundesländern am 15.Dezember 2011 den Staatsvertrag zur Änderung des Glücksspiel-Staatsvertrages (1.GlüÄndStV). Der Vertrag proklamiert eine Liberalisierung des Glücksspielmarktes im Bereich Sportwetten. Er soll 2012 in Kraft treten, vorausgesetzt die EU-Kommission segnet den Vertragsentwurf ab und die Länderparlamente ratifizieren diesen. Nicht im Boot ist Schleswig-Holstein. Das nördlichste Bundesland fordert eine noch weitergehende Liberalisierung und geht in Fragen Glücksspiel mit einem eigenen Gesetz, das bereits am 01.Januar 2012 in Kraft trat, seinen individuellen Weg.

Glueckspielstaatsvertrag-Marktanteile-Bruttospielertrag

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Imageprofile im Sport - Sportverbände, Sportler, Fußballclubs und im Sport werbende Marken

Ergebnisse des Jenaer Sportmanagement Surveys

Ein Beitrag von Frank Daumann, Lev Esipovich und Benedikt Römmelt

1. Ausgangslage

Heute stehen Profit- und Nonprofit-Organisationen im Sportmarkt sowie Leistungssportler immer stärker unter Beobachtung der medialen und allgemeinen Öffentlichkeit. Dies bewirkt eine Situation, die zum einen zu Höchstleistungen treibt und zum anderen zur wachsenden Bedeutung des Images als Wertschöpfungsfaktor in der ganzen Branche führt. Somit wird es für alle unternehmerischen Aktivitäten im Sportmarkt immer wichtiger, nicht nur bekannt zu sein, sondern auch ein positives Image in der Öffentlichkeit zu haben, da sich dieses maß-geblich auf das Vertrauen aller Stakeholdergruppen auswirkt. Für den wirtschaftlichen Erfolg werden daher die Bekanntheit sowie das Image immer entscheidender.
Vor diesem Hintergrund wurde vom Lehrstuhl für Sportökonomie der Friedrich-Schiller-Universität eine repräsentative Bevölkerungsbefragung, der „Jenaer Sportmanagement Survey" durchgeführt. Ziel der Untersuchung ist es, einen validen, wissenschaftlichen Einblick in die subjektive Wahrnehmung von Objekten aus verschiedenen Bereichen des Sportmarktes seitens der Bevölkerung zu erhalten. Dabei sollen mit der durchgeführten Untersuchung die Bekanntheit sowie die Stärken und Schwächen der Imageprofile einzelner Marken, Sportver-bände, Hochleistungssportler und (Fußball-)Vereine anhand bestimmter Kriterien transparent gemacht werden. Die Studie verfolgt daher einen deskriptiven Ansatz und bildet Meinungen im Bevölkerungsquerschnitt ab.

Imageprofil_Sportverbnde

 

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Occupy the NBA- „we want the 52.5 percent!“ - Auswirkungen von Spielergewerkschaften im Sport

Prof. Dr. Frank Daumann und Anne Wunderlich zu den Spielerstreiks in der NBA

Aufgrund eines Streiks verschob sich das für den 1. November 2011 terminierte erste Spiel der NBA-Saison zwischen den Dallas Mavericks und den Chicago Bulls auf den 25. Dezember 2011. Ab dem 1.06.2011 rangen die Spielergesellschaft NBPA (National Basketball Players Association) unter NBPA-Präsident Derek Fisher und die Teambesitzer der NBA unter Liga-Commissioner David Stern um einen neuen Tarifabschluss (o.V., 2011a). Nachdem Mitte November alle Novemberspiele abgesagt wurden und schon von einem „nuklearen Winter", nämlich dem Ausfall der beliebten Spiele während der Weihnachtsfeiertage, die Rede war (o.V., 2011b), kam es Ende November doch noch zu einer vorläufigen Einigung zwischen Clubbesitzern und Spielern. Dies beschert den Fans nun immerhin noch 66 der sonst 82 Spiele pro Team (o.V., 2011f).

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Laufbahn10.11